über mich

Ich schlachte gerne heilige Kühe
Ich esse gerne gut
Ich bin dem Wein nicht abgeneigt
Ich arbeite gerne
Ich reise gerne


1976-1996: Fotografie auf Dia- und SW-film mit SLR-Kamera
1983-1995: Dunkelkammerzeit · beruflich: Entwicklung von Laborvergrößerungsgeräten
1993-2000: Beruflich: Entwicklung professioneller digitaler Fotosysteme
2001-200x: Beruflich: Systeme zur Prozessautomatisierung mit steuerbaren Kameras
1997-2000: Hobby-Fotopause - keine Lust und Zeit mehr im Dunkeln zu hocken...
2001-2002: Erste hobbymäßige - anfangs wenig begeisterte - Versuche mit Digitalkameras
2002-2019: DSLR-zeit
2020: Tschüss DSLR...


 

Ich meide die Bezeichnung Fotograf wie Pest und Cholera. Fotograf ist schließlich eine Berufsbezeichnung.
Ich absolvierte nie eine Ausbildung die auch nur im Entferntesten mit Fotografie zu tun hatte.

Ich bin vielmehr Knipser aus Leidenschaft. Ich arrangiere nicht, ich nehme auf, was mir gefällt. Photoshop "kann" ich nicht besonders gut, weshalb ich ihn wenig verwende, mir genügen die Möglichkeiten von Lightroom vollauf. Was meinen fotografischen Kenntnisstand anbelangt, würde ich mich dennoch als fortgeschritten, in manchen gebieten sogar sehr fortgeschritten bezeichnen.

Ich muss berufsbedingt - weder Fotograf noch Händler - sehr oft das Neueste, vor allem aus dem Nikon-Bereich haben. Ich will nicht leugnen, dass ich über diese teure "Berufskrankheit" nicht immer unglücklich bin, schließlich macht es auch Spaß, die Möglichkeiten neuer Hardware auszuprobieren. Ja, ich bin technophil, als Techniker geht das auch gar nicht anders, gute Technik macht auch Spaß, befriedigt den Spieltrieb, und ist nicht selten sehr hilfreich, in ausgewählten Fällen auch mal notwendig. Das wichtigste aber ist etwas anderes: Der Blick, die Liebe zum Motiv, die Idee!
In diesem Sinne wünsche ich Allen vor allem gut Licht, den richtigen Ort zur richtigen Zeit und allzeit kreative Ideen - denn genau in dieser Kombination entstehen gute Fotos!

wie ich den weg zu den "WiX"ern gefunden habe

Ich haderte immer mit jeglichem Webauftritt. Das ganze Zeugs was da an Software existiert, ist einfach nur miserabel in der Anwendung. Ich erinnere mich noch gut an Frontpage, Dreamweaver und Co., was mich jahrelang vom längst überfälligen Update meiner Fotowebsite abgehalten hat. Mit Web- und UI-Designern bin ich völlig inkompatibel, also schied auch dieser Weg aus. 

Irgendwann stieß ich dann auf WiX und dachte mir, der Name geht ja gar nicht und meine Website dümpelte weiter dahin. Im Frühjahr 2020 bemühte ich dann einmal mehr die allbekannte Suchmaschine, um ein brauchbares Programm zur Gestaltung einer Website zu finden. Wer war auf Platz 1: WiX. 

Letztendlich  schien es so zu sein, wie damals mit meinem Patentanwalt. Auf der Suche nach einem, stieß ich auf den Namen "Pfusch". Ich dachte mir, dass wer sich mit so einem Namen auf dem Markt für Jahrzehnte durchsetzt, der muss gut sein. Und ich nahm ihn. 

Ich fraß also die Kröte, begann zu testen. und war sehr schnell und zunehmend begeistert, wie durchdacht und "griffig" das alles programmiert ist. Bei diesem Urteil angelangt war die Seite bereits zu 80% fertig. Ja, und nun bleibe ich hier - meine Zeit ist zu knapp um sie anderweitig zu verschwenden. 

warum ich das hier mache

... sicherlich nicht aus finanziellen Gründen - wenn dem so wäre, dann könnte ich mir bald keine Reisen mehr leisten. Nein, es macht mir Freude. Da ist zum Einen der Aspekt das ich es ganz "egoistisch" für mich bzw. uns selber mache. Eine Reisedokumentation nur mit Bildern ist genauso unvollständig, wie ein solche mit nur Geschreibsel. Beides zusammengefügt, versetzt mich dagegen jedesmal wieder in einen Zustand als ob ich alles nochmal erlebte. Der zweite Aspekt ist der, dass ich aus vielerlei Reaktionen weiß, dass so was auch gerne von anderen gelesen wird. Also, warum nicht Online stellen?

wie ich mit den bildern "umgehe"

Frank und frei: Die überwiegende Mehrzahl der Bilder ist selbstverständlich bearbeitet. Die Vorstellung, alles von vornherein in der Kamera richtig machen zu wollen oder gar zu können, ist nichts als dummes Zeug. Wer damit ein Problem hat, sollte sich nicht lange darüber ärgern und die Website wechseln.

Die Manipulation beginnt übrigens schon bei der Aufnahme: Gerne mal Polfilter oder das Picture-Control, das Farbe und und Kontrast etwas aufpeppt. Um nicht zu vergessen: Wer im Sucher den Ausschnitt festlegt, hat bereits "gelogen". Seit meinem Fehler 2012 (siehe dort am Ende des Reiseberichts)  fotografiere ich nur noch RAW und die Weiterverarbeitung findet in Lightroom statt. Oft genug genügt eine leichte Anpassung der Tonwertkurve oder des Weißabgleichs. Aber auch weitergehende Eingriffe kommen nicht selten vor, besonders dort wo ich eine vorhandene Stimmung verstärke, oder HDR mit mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen erzeuge. Aber seien Sie vorsichtig: So manches was hier aussieht als wäre es nachbearbeitet, ist es gerade nicht und umgekehrt!

Was ich generell nicht mache: Elemente wegstempeln (außer Staub auf dem Chip), Composing, Bildstimmung verändern in dem Sinne, dass ich eine Stimmung erzeuge die nie da war. Das hat meiner Einsicht nach hier nichts zu suchen, obwohl ich nicht prinzipiell dagegen bin.

gnds

"Graduated Neutral Density Filter" verwende ich nicht. Ich halte nichts von Zubehör, das zwar bestimmte Probleme beseitigt, oft genug aber neue schafft. Dazu kommen die Kosten - gute Filter sind nicht gerade billig - und vor allem Platz und Gewicht. Man braucht für verschiedene Situationen schon mehrere Dichten und Verlaufsgradienten, ansonsten "landet" man trotzdem wieder im Photoshop. Dann kann ich's auch gleich lassen. Lösung: Verlaufsfilter in Lightroom oder besser Bracketing & Blending. Das geht beinahe genauso schnell wie Filter herauskramen, befestigen und justieren, dann wieder abbauen, schont die Nerven der Mitreisenden, ist genauer, damit besser und entspricht einer 2020er Arbeitsmethodik, und nicht einer der achtziger Jahre des vorigen Jahrtausends, als es halt nicht anders ging. Und sogar meine Streulichtblende kann ich drauf lassen, was der Abbildungsqualität sicher auch nicht schadet. 

filter

Ja. Pol und Neutraldichten 1.8 und 3.0. Dazu ein Klarglasfilter (kein UV) für feucht-fröhliche Fälle bei denen ich viel "wischen" muss. Das reicht und muss auch reichen, die Dinger, insbesondere die 82er, sind schweineteuer. Aber wer mal die Vorteile von nano-MRC erfasst hat, will nichts anderes mehr. Es macht auch keinen Sinn, regelmäßig mit einem 8K teuren Objektivpark unterwegs zu sein und dann an den letzten 0.4K Euro zu sparen. Geben tut's die hier, oder manchmal* auch im Fachhandel.

*meistens nur per Bestellung.

warum ich mit nikon fotografiere

da ich nicht mit allem gleichzeitig fotografieren kann, musste ich mich irgendwann mal festlegen. Weil mir ein laufender Wechsel zum jeweils optimalen System zu teuer ist, bin ich dabei geblieben. Im Moment (2020, 22 Jahre nach der Entscheidung) glaube ich sogar, wieder einmal, das optimale System zu haben. Aber das wird sich, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, auch wieder ändern. Was letztendlich sowieso egal ist.

adobe

Ich verwende in meinem Workflow das Adobe Dreigespann Lightroom, Photoshop und Acrobat. Dass ich dies tue und hier immer wieder erwähne, hat allerdings gar nichts mit einer etwaigen "Adobe-Verliebtheit" zu tun, eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Firma gute Produkte herstellt - anders wird man kaum zum Marktführer* - hasse ich diesen Laden, hauptsächlich wegen der seit einigen Jahren eingeführten Zwangs-Abo-Vertriebstaktik, aber auch wegen einiger anderer Dinge: Man kann nicht mehrere Versionen parallel installiert haben, man muss quasi immer online sein (gut, es gibt ein paar wenige aber nicht dauerhafte Tricks dagegen) um sein Abo zu verifizieren. Auch die Art der gelegentlichen Umfragen geht mir so gewaltig auf den Zeiger, dass ich schon gar nicht mehr daran teilnehme. Ich will ja gar nicht, dass die besser werden, sondern dass es die Anderen tun! Und wenn ich an den Pseudo-Standard DNG denke, dessen Versionen 1.0 und 1.1 seit Lightroom 8.2 (2019) nicht mehr unterstützt werden, wird mir erst recht übel. "Leider" bin ich beruflich im DTP Bereich tätig, habe enge Verbindungen zu diversen Druckereien, und da geht nichts ohne Acrobat, oder anders ausgedrückt, den Stress mit etwas anderem tue ich mir nicht an. Damit habe ich den Fuß leider schon so weit in dieser Adobe-Ladentür, dass ich gleich die anderen Dinge "mitnehmen" kann. Wenn ich mir allerdings gerade mal wieder Capture One 20 anschaue, könnte ich geradewegs schwach werden, jetzt noch Affinity dazu und ...

*oder Tyrannen

fotografische intention

am liebsten würde ich nur Bilder machen, die ich mir auch an die Wand hänge. Das ist natürlich, vor allem bei der Reisedokumentation, ein frommer Wunschtraum. Bei dieser Vorgehensweise würden viele zeigenswerte Dinge auf der Strecke bleiben. So sehen Sie in den Fotostrecken, nicht nur das, was ich ich für fotografisch gut halte, sondern auch das, was ich einfach für erwähnenswert halte. Bei den Highlights ist das dann schon ein bisschen anders, obwohl auch dort "Highlights" mehr die Highlights der Reise als die fotografischen Highlights meint. Die fotografischen Highlights, oder zumindest das was ich dafür halte, befinden sich als Sammelsurium im Portfolio. Auch das dürfen Sie selbstverständlich anders sehen und mich als Dilettant entlarven, der ich - diesbezüglich - im Grunde genommen bin.

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Rosemarie und ich, an der C36 zwischen Uis und Henties Bay (2010)